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Haus

Haus im Mai: Heizungspause, Außenpflege und Sommerplanung

Haus-Wartung im Mai – Heizung abschalten, Sonnenschutz aktivieren, Außenanlagen pflegen.

Mai: Durchatmen und Außen arbeiten

Der Mai ist der angenehmste Arbeitsmonat am Haus: Die Heizperiode ist vorbei, die Temperaturen liegen bei komfortablen 15 bis 22 °C, die Tage sind lang (15 bis 16 Stunden Tageslicht), und die sommerliche Hitze hat noch nicht eingesetzt. Ideal für alle Außenarbeiten, die weder Frost noch Hitze vertragen – und der perfekte Zeitpunkt, die Heizungsanlage zu warten, solange sie nicht gebraucht wird.

Der Mai bringt oft die Eisheiligen (11. bis 15. Mai) – die letzten möglichen Spätfröste. Für die Haustechnik relevant: Außenwasserleitungen und Bewässerungssysteme sind ab Mitte Mai definitiv frostsicher. Für empfindliche Außenarbeiten (frisch verputzte Flächen, frische Anstriche) die Eisheiligen abwarten.

Heizung: Wartung und Sommermodus

Die Heizungsanlage hat sechs Monate Dauerbetrieb hinter sich – jetzt ist der ideale Zeitpunkt für die jährliche Wartung: Der Heizungsbauer hat Zeit (im Oktober wartet man 4 bis 6 Wochen auf einen Termin), die Anlage kann problemlos stillstehen, und eventuelle Reparaturen verursachen keinen Ausfall in der Heizperiode.

Wartungsumfang (Gas-Brennwertheizung): Brenner reinigen, Wärmetauscher prüfen (Verschmutzung senkt den Wirkungsgrad um 5 bis 10 Prozent pro Jahr), Kondensatablauf reinigen, Abgaswerte messen, Dichtungen kontrollieren, Sicherheitsventile prüfen. Kosten: 150 bis 300 Euro. Wartungsumfang Wärmepumpe: Filter reinigen, Kältemittelkreis prüfen, Außengerät reinigen (Pollen!), Verdampfer auf Beschädigungen prüfen. Kosten: 200 bis 400 Euro.

Warmwasserbereitung optimieren: Im Sommer reicht die Solarthermie (falls vorhanden) oft vollständig für die Warmwasserbereitung – Heizkessel auf „Nur-Warmwasser"-Modus stellen. Bei Trinkwasserspeichern: Legionellenschutz beachten – Speichertemperatur nicht unter 60 °C senken (Legionellen-Vermehrung zwischen 25 und 50 °C). Regelmäßig alle Zapfstellen durchspülen, besonders selten genutzte (Gäste-WC, Kellerwaschbecken).

Sonnenschutz: Vorbereitung auf den Sommer

Rollläden und Jalousien nach der Winterpause in Betrieb nehmen: Lamellen auf Beschädigungen prüfen, Führungsschienen säubern (Blätter, Insekten), Mechanik ölen (Silikonspray an Gelenke und Lager). Motorisierte Rollläden: Endpunkte kontrollieren (Rollladen fährt vollständig hoch und runter ohne Blockade). Markisen ausfahren und Markisenstoff auf Schimmelflecken und Risse prüfen – bei Bedarf mit Markisenreiniger behandeln und imprägnieren.

Sommerlicher Wärmeschutz wird ab Mai zum Thema: Außenliegender Sonnenschutz (Rollläden, Raffstores, Markisen) ist 3-mal effektiver als innenliegender (Jalousien, Plissees), weil er die Sonneneinstrahlung stoppt, bevor sie durch das Glas ins Haus gelangt. Wer noch keinen Außen-Sonnenschutz hat: Nachrüst-Vorbaurollläden (250 bis 500 Euro pro Fenster) oder Senkrechtmarkisen für Terrasse und Balkon (200 bis 600 Euro) jetzt bestellen – Lieferzeiten im Sommer steigen auf 6 bis 12 Wochen.

Außenanlagen: Pflegen und Schützen

Der Mai ist die Hochzeit für Holzpflege im Außenbereich: Zäune, Gartenhäuser, Carports und Pergolen mit Holzschutzlasur streichen. Ideale Bedingungen: über 15 °C, kein Regen für 24 Stunden, nicht in der prallen Mittagssonne. Lasur vs. Lack: Lasur erhält die Holzstruktur und lässt Feuchtigkeit entweichen (für alle tragenden und bewitterten Hölzer), Lack bildet eine geschlossene Oberfläche (für Fensterrahmen und Türen, nicht für Fassadenhölzer).

Pflasterflächen (Einfahrt, Gartenwege): Unkraut in den Fugen mechanisch entfernen (Fugenkratzer) oder thermisch (Abflammgerät, 30 bis 80 Euro). Chemische Unkrautvernichter sind auf versiegelten Flächen verboten (Pflanzenschutzgesetz § 12) – Bußgelder bis 50.000 Euro. Langfristlösung: polymerer Fugensand (8 bis 12 Euro/m²), der nach dem Einschlämmen aushärtet und Unkrautwuchs dauerhaft verhindert.

Gebäudetechnik: Sommercheck

Klimaanlage und Lüftung: Filter wechseln oder reinigen (alle 3 bis 6 Monate). Split-Klimaanlagen: Außengerät von Laub, Pollen und Spinnweben befreien. Kältemittel-Leitungen auf Ölflecken prüfen (Hinweis auf Undichtigkeit). Professionelle Klimawartung (80 bis 200 Euro) inklusive Desinfektion des Verdampfers verhindert Keimbildung und unangenehme Gerüche.

PV-Anlage: Mai beginnt die Hochertragsphase (Mai bis August liefern 60 Prozent des Jahresertrags). Module auf Verschmutzung prüfen (Vogelkot, Pollen). Monitoring-App checken: Produziert die Anlage den erwarteten Ertrag? Ein Modul, das deutlich weniger liefert, hat möglicherweise einen Zelldefekt oder eine Verschattung. Wechselrichter-Display: Fehlermeldungen? Lüftergeräusche? Aufstellort gut belüftet (Wechselrichter erzeugen Wärme)?

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.

Wann sollte ich die Heizung warten lassen?

Mai oder Juni – der Heizungsbauer hat Zeit, die Anlage steht still. Kosten: Gas 150–300 Euro, Wärmepumpe 200–400 Euro. Im Oktober warten Sie 4–6 Wochen auf einen Termin. Jährliche Wartung ist bei Gasheizungen Pflicht und erhält die Herstellergarantie.

Wie aktiviere ich den Sonnenschutz nach dem Winter?

Rollläden: Lamellen prüfen, Führungsschienen säubern, Silikonspray an Gelenke. Markise: langsam ausfahren, Stoff auf Schimmel prüfen, bei Bedarf reinigen und imprägnieren. Motorisierte Systeme: Endpunkte kontrollieren. Alles vor der ersten Hitzewelle erledigen.

Ist chemische Unkrautbekämpfung auf Pflaster erlaubt?

Nein – auf versiegelten Flächen (Einfahrt, Gehweg, Terrasse) ist der Einsatz von Unkrautvernichtern verboten (PflSchG § 12). Bußgeld: bis 50.000 Euro. Erlaubt: mechanisch (Fugenkratzer), thermisch (Abflammen), polymerer Fugensand als dauerhafte Lösung.

Was kostet eine Heizungswartung?

Gas-Brennwertheizung: 150–300 Euro/Jahr. Öl-Brennwertheizung: 200–350 Euro. Wärmepumpe: 200–400 Euro. Pelletkessel: 250–400 Euro (mehr Reinigungsaufwand). Wartungsvertrag: 10–15 % günstiger als Einzeltermine. Immer im Frühsommer buchen.

Wie pflege ich Holzzäune und Gartenhäuser?

Holzschutzlasur alle 2–3 Jahre (wetterexponierte Seiten alle 1–2 Jahre). Bedingungen: über 15 °C, 24 h kein Regen, nicht in praller Sonne. Lasur statt Lack für bewittertes Holz. Kosten: 5–10 Euro/m² Material. Anschleifen nur bei abblätterndem Altanstrich nötig.