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Garten

Garten im März: Startschuss für die Gartensaison

Gartenarbeit im März – Beete vorbereiten, erste Aussaaten, Stauden teilen und Rasen pflegen.

März: Der Garten erwacht

Der März ist der aufregendste Monat im Garten: Krokusse, Narzissen und Tulpen verwandeln den Garten in ein Farbenmeer, die Vögel singen, und die Bodentemperatur steigt auf die magischen 8 bis 10 °C, ab denen die meisten Samen keimen und Wurzeln aktiv wachsen. Der März ist der Monat, in dem die Planung des Januars zur Tat wird – und der natürliche Drang nach draußen endlich befriedigt werden kann.

Beete und Boden: Jetzt wird es ernst

Gemüsebeete endgültig vorbereiten: Erde lockern (Grubber oder Sauzahn), Kompost einarbeiten (3 bis 5 Liter/m²), Unkraut jäten (jetzt sind die Unkräuter noch klein und leicht zu entfernen – jede Woche Jäten im März spart im Juli Stunden). Beetumrandungen erneuern (Rasenkanten stechen, Beeteinfassungen setzen) – nach dem Winter ist alles verrutscht.

Direktsaaten im Freiland ab Mitte März (wenn der Boden über 8 °C hat): Möhren, Radieschen, Spinat, Erbsen, Dicke Bohnen, Petersilie, Zwiebeln (Steckzwiebeln). Vorkultur-Pflanzen auf der Fensterbank nicht vergessen: Tomaten, Zucchini, Kürbis, Gurken jetzt aussäen (Pflanztermin draußen: nach den Eisheiligen Mitte Mai). Saatrillen exakt mit Saatlinie ziehen – gerade Reihen erleichtern das spätere Jäten enorm.

Stauden teilen und pflanzen

März ist der beste Monat zum Teilen von Stauden: Sommerblüher (Phlox, Astern, Sonnenhut, Fetthenne) jetzt teilen und umpflanzen – sie wurzeln im kühlen, feuchten Frühling optimal ein. Technik: Staude mit der Grabgabel ausheben, mit dem Spaten oder von Hand in 3 bis 4 Teilstücke trennen (jedes Stück braucht mindestens 3 bis 5 Triebknospen), sofort einpflanzen und gründlich wässern.

Container-Stauden und Gehölze aus der Baumschule pflanzen: März ist – neben dem Herbst – eine ideale Pflanzzeit für Rosen (wurzelnackte Ware: 50 Prozent günstiger als Containerware!), Obstbäume, Beerensträucher (Johannisbeere, Stachelbeere), Heckenpflanzen und Ziersträucher. Pflanzloch: doppelt so breit und 1,5-mal so tief wie der Wurzelballen. Keinen Dünger ins Pflanzloch (verbrennt die neuen Wurzeln) – nur Kompost und Pflanzerde.

Rasen: Die erste Pflege

Der Rasen braucht im März die erste Aufmerksamkeit: Moos und Rasenfilz entfernen durch Vertikutieren (ab Mitte März, wenn der Boden abgetrocknet ist). Vertikutierer in 2 Richtungen über die Fläche führen (Messer 2 bis 3 mm in die Erde), anschließend das herausgerissene Material abharken. Den Rasen mit Startdünger (organisch oder organisch-mineralisch) versorgen: 30 bis 40 g/m². Bei kahlen Stellen: Nachsaat mit Rasensamen (20 bis 30 g/m²) und leicht einharken.

Erster Rasenschnitt ab Ende März (wenn das Gras auf 6 bis 8 cm gewachsen ist): Auf 4 bis 5 cm schneiden (im Frühling nie kürzer als 4 cm – der Rasen braucht Blattfläche für die Photosynthese nach dem langen Winter). Mulchmäher verwenden: Das feine Schnittgut bleibt als Dünger liegen. Mähfrequenz im März: alle 10 bis 14 Tage.

Kräuter und Beerensträucher

Kräuter zurückschneiden: Lavendel, Thymian, Salbei und Rosmarin auf das gesunde Holz kürzen (nicht ins Braune schneiden – von dort treiben sie nicht mehr aus). Schnittlauch und Petersilie wachsen bereits – erste frische Ernte ist möglich! Neue Kräuterpflanzen setzen: Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für winterharte Kräuter (Oregano, Bärlauch, Liebstöckel, Minze). Minze immer in einen Topf oder mit Rhizomsperre pflanzen – sie wuchert sonst den gesamten Garten zu.

Beerensträucher: Himbeeren (Sommerhimbeeren): Abgetragene Ruten bodennah abschneiden, neue Ruten auf 8 bis 10 Stück pro laufenden Meter ausdünnen. Herbsthimbeeren: ALLE Ruten bodennah abschneiden (sie fruchten am neuen Holz). Johannisbeeren und Stachelbeeren: Die 3 bis 4 ältesten Triebe (dunkle Rinde) bodennah entfernen, durch junge Triebe ersetzen.

Frühblüher genießen und pflegen

Krokusse, Narzissen und Tulpen stehen im März in voller Blüte – genießen Sie sie! Abgeblühte Narzissen und Tulpen: Blütenstiel abschneiden, Laub stehen lassen bis es gelb wird (6 bis 8 Wochen nach der Blüte). Das Laub produziert Nährstoffe, die in der Zwiebel für die Blüte des nächsten Jahres gespeichert werden. Wer das Laub zu früh abschneidet, verliert die Blüte im Folgejahr. Tipp: Narzissen zwischen Stauden pflanzen – die Stauden überwuchern im Mai das unschöne Narzissenlaub.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.

Was kann ich im März im Garten aussäen?

Freiland (ab Mitte März): Möhren, Radieschen, Spinat, Erbsen, Dicke Bohnen, Zwiebeln, Petersilie. Vorkultur drinnen: Tomaten, Zucchini, Kürbis, Gurken, Paprika. Hochbeet/Frühbeet: Kopfsalat, Kohlrabi. Bodentemperatur über 8 °C abwarten.

Wann vertikutiere ich den Rasen?

Ab Mitte März, wenn Boden abgetrocknet ist. In 2 Richtungen vertikutieren (Messer 2–3 mm in die Erde). Anschließend Rasenfilz abharken, Startdünger (30–40 g/m²), kahle Stellen nachsäen (20–30 g/m²). Erster Schnitt: auf 4–5 cm, wenn Gras 6–8 cm hoch ist.

Welche Stauden kann ich im März teilen?

Sommerblüher: Phlox, Astern, Sonnenhut, Fetthenne, Taglilien, Storchschnabel. Jedes Teilstück braucht 3–5 Triebknospen. Sofort einpflanzen und gründlich wässern. NICHT teilen: Frühjahrsblüher (erst nach der Blüte) und frisch gepflanzte Stauden (erst nach 2–3 Jahren).

Wie schneide ich Lavendel im Frühjahr?

Ende März/Anfang April: auf 1/3 bis 1/2 der Trieblänge zurückschneiden. Immer im grünen Holz bleiben – nicht ins alte, braune Holz schneiden (treibt nicht mehr aus). Kompakte Kugelform anstreben. Zweiter leichter Schnitt nach der Blüte im August.

Wann pflanze ich Obstbäume?

März und Oktober/November sind die besten Pflanzzeiten für wurzelnackte Ware (50 % günstiger als Container). Pflanzloch: doppelt so breit, 1,5x so tief wie Wurzeln. Keinen Dünger ins Loch – nur Kompost. Pflanzschnitt: Leittrieb kürzen, Seitenäste auf 3–4 Augen. Pflanzpfahl setzen. Gründlich angießen (20–30 Liter).